Vielen Dank an alle für die grandiose music talkshow in Dangriga!
Thank you all for the awesome music talkshow in Dangriga!



Mix Vibez im Interview
Im Rahmen der Zukunftswerkstatt sind wir gerade dabei, Stimmen rund um “safe & sound – music for future” 2010 zu sammeln und Ideen für ein Folgeprojekt zu entwickeln.
Hier ein erster Eindruck aus dem Interview mit Mix Vibez, dem Gewinnerduo aus Orange Walk.
Den “safe & sound – Sampler” könnt Ihr weiterhin kostenlos HIER downloaden!
Rückblick der ersten zwei Monate auf Fluter.de!
Unser Erfahrungsbericht aus Belize wurde auf Fluter.de veröffentlicht,
die ersten drei Teile unserer Eindrücke könnt Ihr hier nachlesen – viel Spass!
Erinnerungen und Visionen aus Dangriga
Nach unserer aufregenden und spannenden Arbeit bei Tikkun Olam Belize in Orange Walk, haben wir etwas wehmütig unsere Sachen gepackt und sind nun nach Dangriga gezogen, um die safe & sound Interview-Evaluation zu starten. Während der intensiven Zeit sind uns die Menschen in Sugar City, allen voran Elisa und Farida sehr wichtig geworden und deshalb bleiben wir mit ihnen in Kontakt um weiterhin, die NGO bei ihrer HIV/AIDS-Präventionsarbeit zu unterstützen.
Gleichzeitig freuen wir uns sehr, für die nächsten drei Monate in der Garifuna-Stadt angekommen zu sein und hier, mit den vielen interessanten Menschen sprechen zu können, die ein Teil der „safe & sound – music for future Bewegung“ sind, wie es Denzel Armstrong im Gespräch über den Musikwettbewerb formulierte.
Fragen, zuhören, weiter denken…scheint eine perfekte Basis zu sein, Land, Menschen und Kultur kennen und verstehen zu lernen.
Arrived in / llegamos en BELICE!
Nach langer Fahrt – über Mexiko, genauer gesagt Cancun, Tulum und Chetumal , sind wir nun in Belize, in Orange Walk – Sugar City angekommen. Orange Walk ist eine ca 15.000 Seelen Stadt des gleichnamigen Bezirks und liegt im Norden des Landes. Hier trifft man auf Menschen mit unterschiedlichen Wurzeln: Mestizen, Kreolen, Mennoniten, Taiwaner, Chinesen, Indern und Garifuna. Diese kulturelle Diversität bestimmt, den für uns ganz besonderen, belizianischen Alltag. Hier hat unsere Arbeit begonnen, ein Praktikum von vier Monaten. Wir, sind drei Studentinnen der Kulturarbeit – Lisa, Ev und Nisha. Aufgebrochen, um im mittelamerikanischen Belize HIV/AIDS Präventionsarbeit zu leisten. Weniger im fachlich-medizinischen Sinne, als mehr durch Offenheit, Interesse und unserem Wissen im Bereich der Kultur- und Organisationsarbeit.
Dass wir in Orange Walk mit unsere Arbeit beginnen, war Anfangs nicht vorgesehen. Dieser Umstand ist Elisa Castellano und Farida Leiva zu verdanken, die uns mit ihrer NGO Tikkun Olam Belize mit offenen Armen empfangen haben.
Ursprünglich sind wir mit dem Auftrag angekommen im Rahmen der “safe & sound – zukunftswerkstatt” , ein Nachfolgeprojekt für “safe & sound – music for future“ zu entwickeln. Jetzt bieten sich uns durch die Zusammenarbeit mit Elisa und Farida ganz neue Möglichkeiten. Wir bekommen Einblick in die HIV/AIDS Problematik in Belize und Zugang zu betroffenen Menschen und Aktueren wie es uns sonst nur schwerlich möglich gewesen wäre. Wir möchten die Arbeit und die Kontakte des 2009 veranstalteten Musikwettbewerbs mit Tikkun Olam Belize verknüpfen um so vorhandenes Engagement und Wissen in einer Organisation vor Ort zu bündeln.
Deshalb wollen wir unser Augenmerk ersteinmal auf diese zwei bemerkenswerten Frauen und ihre NGO richten. Die erst im September 2011 gegründete Organisation setzt alles daran, die “Reparatur der Welt” zu ermöglichen, so die bedeutungsschwere Definition des ursprünglich hebräischen Begriffs Tikkun Olam. Es geht dabei nicht um den großen Weltfrieden sondern um die kleinen Welten, die man wohl als das Leben jedes Individuums bezeichnen könnte.
Im Falle von Elisa und Farida ist es vorrangig die Welt der Prostituierten. Frauen, die ihren Körper zum zeitweiligen Kauf anbieten um ihre Familien zu ernähren, die dafür oftmals weit entfernt von der Heimat, meist illegal in Belize leben. Dabei wollen sie ihnen nicht vorpredigen, dass das Leben, welches sie führen furchtbar ist und dass dieser Wege nicht der richtige ist. Nein, die Arbeit von Tikkun Olam versucht den Frauen, die im dunkel-grauen Zwischenbereich der Gesellschaft leben, Anerkennung und Selbstbewusstsein zu geben. Ihnen zuzuhören und sie für einen achtsamen Umgang mit sich selbst zu sensibilisiern. Damit sie nicht vergessen Mensch, Frau zu bleiben und vielleicht irgendwann zu der Ware werden die sie verkaufen.



